Bei der Deutschen Meisterschaft 2005 in Philippsburg stellte Rainer Baumann erstmals die Disziplin 9711 vor. In Anlehnung an die Zeit um Pancho Villa und die Ausrüstung der US Army bei der Grenzsicherung zu Mexiko, werden hierbei die Colt Pistole, Mod. 1911 (Gouvernement) und die Vorderschaftrepetierflinte Winchester Mod. 1897 eingesetzt. Auch detailgetreue Nachbauten der vorgenannten Waffen können hierbei verwendet werden. Die Pistole im Kaliber .45 ACP wird stehend einhändig geschossen. Die Flinte im Kal. 12 (keine Magnumladungen) wird ebenfalls stehend freihändig geschossen.
Aus den Waffenmodellbezeichnungen leitet sich der Name der Disziplin her: 97 (Win Mod 1897) - 11 (Colt Mod 1911).
Für die Pistole werden ein Holster mit Sicherungsriemen und drei Magazine benötigt, wovon eines mit Fangriemen gesichert werden kann. Weiter Magazintaschen mit Deckel und ein Schrotpatronen- gurt.
Zwischenzeitlich hat sich diese Disziplin etabliert und wird als Match im Match geschossen. In der Regel sind drei Stages des Mainmatches als Side-Match 9711 zu absolvieren.
In Anlehnung an die SASS (Single-Action-Shooting-Society) in den USA, wird bei der 9711 zwischenzeitlich auch noch ein Unterhebelrepetierer (Lever-Action-Rifle) in zeitgenössischem Kaliber (.44-40, .45 Long Colt, .38-40) eingesetzt. Im SASS-Reglement wird die Disziplin "Wild Bunch"genannt.
Als Neuerung wurde bei der DM 2010 die Disziplin 9711 Modern angeboten. Hierbei darf die Pistole beidhändig geschossen werden. Auch können nun die Magazintaschen nach dem Start offen bleiben.
Das Regelwerk 9711 ist unter W. 7.05 in der BDS-Sportordnung aufgeführt.
Eine für Anfang Oktober 2010 geplante DM 9711 fällt dem Vernehmen nach aus!